Kniegelenkstütze

Verletzungen vorbeugen und Beschwerden lindern mit einer Kniegelenkstütze

Dem Kniegelenk kommen einige der wichtigsten Aufgaben in Bezug auf die menschliche Mobilität zu. Ohne dieses Gelenk könnte der Mensch weder laufen noch sitzen oder sich drehen. Der Aufbau des Kniegelenks ist entsprechend komplex: Hier laufen zahlreichen Sehnen und Bänder zusammen, die das Gelenk mit Muskeln verbinden. Zusammengehalten wird der fragile Aufbau von einer Knorpelschicht, einer Flüssigkeit sowie der beweglichen Kniescheibe. Das Kniegelenk ist wegen seines Aufbaus ausgesprochen verletzungsgefährdet. Insbesondere Sportler sowie Personen mit Übergewicht haben immer wieder mit Schmerzen in den Knien zu kämpfen. Auch im Alter häufen sich die Probleme. Die Flüssigkeit, die dafür sorgt, dass die verschiedenen Teile des Gelenks ohne direkte Reibung arbeiten, trocknet langsam aus. Bei einer falschen Drehung kann es somit im Alter zu schmerzhaften Problemen kommen. Helfen kann eine Kniegelenkstütze. Diese beugt nicht nur Schwierigkeiten vor, sondern lindert auch Schmerzen.

Mit einer Kniegelenkstütze Kniegelenkserkrankungen vorbeugen

Eine Kniegelenkstütze hat im wesentlichen drei Funktionen:

  • sie stabilisiert das Knie
  • sie schützt das Knie
  • sie schränkt den Bewegungsspielraum des Knies auf ein erlaubtes Maß ein

Deshalb ist eine Kniegelenkstütze ideal für Sportler, übergewichtige Menschen sowie ältere Menschen, um Kniegelenkserkrankungen vorzubeugen. Durch die Stabilisierung nimmt die Kniegelenkstütze Druck vom Knie, der durch zu viel Gewicht entsteht. Bildlich kann man sich das in etwa so vorstellen:
Auf einer Brücke stehen zu viele Fahrzeuge. Der Druck auf die Pfosten wird zu groß. Diese werden in der Folge instabil. Die Kniegelenkstütze hat nun die Wirkung, dass zusätzliche Stützpfeiler hinzukommen. Das Gewicht wird neu verteilt und alle Halteelemente werden entlastet.
Die Kniegelenkstütze stabilisiert nicht nur, sondern schützt zudem das Knie. Dies gilt sowohl für das Innere des Knies als auch für das Äußere. Das bedeutet, die Kniegelenkstütze schirmt das Knie gegen negative Folgen durch alltägliche Belastungen ab, wie sie beispielsweise durch das Treppensteigen oder durch das Laufen entstehen. Sie bewahrt das Gelenk aber auch vor negativen Konsequenzen durch direkte äußere Krafteinwirkung. Wenn man zum Beispiel stürzt, wird das Knie sehr schnell in Mitleidenschaft gezogen. Eine Kniegelenkstütze verhindert das zum einen durch eine zusätzliche Polsterung, zum anderen durch das Verhindern einer Verdrehung. Somit hat auch die Beschränkung des Bewegungsspielraums des Knies durch die Knieorthese (Kniegelenkstütze) einen wichtigen Zweck.

Orthesen für das Knie sind so konzipiert, dass sie selbst über ein Gelenk verfügen, das es erlaubt, das Knie nur genau so weit zu bewegen, dass Bänder und Sehnen nicht reißen können. Dadurch wird es unmöglich, das Knie versehentlich zu verdrehen oder das Gelenk zu überlasten. Verhindert werden können auf diese Weise auch Patellarsubluxtionen – also das Herausspringen der Kniescheibe aus dem Gelenk, was überaus schmerzhaft ist.

Mit einer Kniegelenkstütze Beschwerden lindern

Eine Kniegelenkstütze leistet auch dann gute Dienste, wenn die Beschwerden bereits aufgetreten sind. Bei Verletzungen sorgt sie für einen reibungslosen Heilungsverlauf. Zum einen fördert die Orthese durch ihren engen Sitz die Durchblutung, was wiederum die Selbstheilungskräfte anregt. Zum anderen verhindert sie, dass das Knie versehentlich falsch bewegt wird, wodurch sich beispielsweise ein Sehnen- oder ein Bänderriss wieder verschlimmern könnte.

Die Kniegelenkstütze ist zudem ein nützliches Therapie-Instrument bei allen entzündlichen Krankheiten. Zu diesen zählen beispielsweise Rheuma oder Infektionen der Sehnen wie die überaus schmerzhafte Schleimbeutelentzündung. Bei solchen Krankheiten wird oft die Mobilität stark eingeschränkt, denn durch die Schmerzen kann der entzündete Bereich nicht belastet werden. Die Kniegelenkstütze sorgt für eine Entlastung: Sie stützt das Knie soweit ab, dass die entzündeten Bereiche gar nicht oder nur kaum beansprucht werden. Auf diese Weise bleibt die Mobilität erhalten, die Beschwerden werden gelindert und die Verletzung kann in Ruhe abheilen.